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Rechenscheibe Windstärken

Von in allgemein, geografie, nautik

Der moder­ne Nau­ti­ker bedient sich heut­zu­ta­ge digi­ta­ler See­kar­ten, die Wind­ge­schwin­dig­keit wird vom Dis­play abge­le­sen, Sicher­heits­nach­rich­ten ste­hen am Nav­tex bereit und eine App am Smart­pho­ne zeich­net voll­au­to­ma­tisch Meta­da­ten für das Log­buch auf. Die Digi­ta­li­sie­rung hat viel Tra­di­ti­on ver­drängt, was sich beson­ders im Ver­ständ­nis für nau­ti­sche Zusam­men­hän­ge nega­tiv aus­wirkt. Ein Com­pu­ter­bild­schirm ver­mit­telt Glaub­wür­dig­keit, die in der Pra­xis nicht immer jeder Prü­fung stand­hält, Stich­wort inof­fi­zi­el­le See­kar­ten. Eine Zahl auf einem Dis­play wird kri­tik­los akzep­tiert, ohne sie mit visu­el­len Infor­ma­tio­nen gegen­zu­prü­fen. Sel­ber der prak­ti­schen…  

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Das Kardinalsystem anders betrachtet

Von in geografie, nautik

Neu­lich bin ich im Zuge einer Segeltörn-​​Vorbereitung über eine Gra­fik des Kar­di­nal­sys­tems gestol­pert und bei der Betrach­tung der­sel­ben ins Sin­nie­ren gekom­men. Ich konn­te mir nicht erklä­ren, war­um sich auf der durch Kar­di­nal­ton­nen gekenn­zeich­ne­ten Untie­fe eine Kom­pass­ro­se befin­det. Weder dient dies son­der­lich der Anschau­ung, noch ist die um die Mit­te plat­zier­te Kom­pass­ro­se navi­ga­to­risch von Bedeu­tung, zumin­dest nicht im Sin­ne des Kar­di­nal­sys­tems: Dass zwi­schen Nor­den und Wes­ten Nord­wes­ten liegt, wird einem Navi­ga­tor bekannt sein, und abge­se­hen davon, dass man von der Was­ser­ober­flä­che…  

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Zollmole Piran, fehlende Gummifender

Von in geografie, nautik, verkehr

Bei mei­nem letz­ten Segel­törn Ende August 2015 in der obe­ren Adria war ein Anle­gen an der Zoll­mo­le in Piran (Slo­we­ni­en) zum Aus- und Ein­kla­rie­ren erfor­der­lich. Ich habe mich sehr dar­über gefreut, dass die Arbei­ten am Mau­er­werk nun end­lich abge­schlos­sen waren und man an der Zoll­mo­le wie­der längs­seits gehen kann. Die Freu­de ver­flog aber schnell wie­der, als ich nach dem Fest­ma­chen die Lage der Fen­der über­prüf­te. Denn anstatt der befes­tig­ten dia­go­na­len Gummi-​​Fender rag­ten dün­ne Schrau­ben in Rich­tung mei­ner Bord­wand, die durch…  

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Navionics-​Tracks Zeitpunkte ermitteln

Von in geografie, nautik

Navio­nics ist eine belieb­te Navi­ga­ti­ons­soft­ware für Smart­pho­nes und für einen schnel­len Kon­troll­blick und zwei­tes oder drit­tes Back­up in der Navi­ga­ti­on hilf­reich. In der Nach­be­ar­bei­tung eines Segel­törns woll­te ich vor Kur­zem aus einem in Navio­nics auf­ge­zeich­ne­ten Track Durch­fahrts­zei­ten zu bestimm­ten Koor­di­na­ten aus­le­sen und war erstaunt, in der sonst doch sehr kom­ple­xen Soft­ware hier­für kei­ne Mög­lich­keit zu fin­den. Auch ein als .KMZ expor­tier­ter und in Goog­le Earth impor­tier­ter Track zeigt nur Start- und End­zei­ten. Nach eini­ger Suche bin ich auf eine eini­ger­ma­ßen…  

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Doppelter Überhandknoten als Schotbefestigung

Von in nautik, schifferknoten

Immer auf der Suche nach dem bes­ten Kno­ten für die jewei­li­ge Situa­ti­on habe ich mir Gedan­ken über die Befes­ti­gung der Vor­schot am Scho­thorn des Vor­se­gels gemacht. Mit dem Knoten-​​Repertoire aus der Segel­aus­bil­dung blei­ben dem Alltags-​​Skipper nicht all­zu vie­le Mög­lich­kei­ten, die Schot am Vorsegel-​​Horn anzu­schla­gen und so ist es nicht ver­wun­der­lich, dass man haupt­säch­lich Verlegenheits-​​Palsteks antrifft. Da bei grö­ße­ren Boo­ten die Scho­ten meist als zwei getrenn­te Lei­nen gefah­ren wer­den, hän­gen am Vor­se­gel nun gleich zwei dicke Kno­ten, die bei kil­len­dem Segel…  

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DWD webSDR 147,3 kHz mit fldigi dekodieren

Von in geografie, linux, nautik

Auf der Suche nach einem mari­ti­men Wet­ter­dienst, des­sen Emp­fang kei­ne Inter­net­ver­bin­dung vor­aus­setzt, bin ich auf einen inter­es­san­ten Ser­vice des Deut­schen Wet­ter­diens­tes gesto­ßen, den ich hier näher beschrei­ben möch­te. Für den Emp­fang benö­tigt wer­den ein Radio, das Fre­quen­zen unter 150kHz emp­fan­gen kann, und ein Lap­top zum Deko­die­ren des ver­schlüs­sel­ten Signals. Die­ses Set­up klingt zwar etwas umständ­lich, die wert­vol­len Wet­ter­da­ten sind jedoch auf ande­rem Weg prak­tisch nicht zu erhal­ten. Und, mit die­ser Hard­ware las­sen sich so neben­bei auch NAVTEX und Wet­ter­fa­xe dar­stel­len!…  

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Der Trossenstek

Von in nautik, schifferknoten

Ein­lei­tung Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten. Der Tros­sen­s­tek ist ein tra­di­tio­nel­ler Schif­fer­kno­ten mit hoher Sicher­heit [1]. Wie der Name ver­rät ist er für beson­ders dicke Lei­nen, Tros­sen, vor­ge­se­hen, hält aber auch bei dün­nen Lei­nen, und vor allem auch wenn die­se nass sind, sehr gut. Für dün­ne Lei­nen ist jedoch der Zep­pe­lin­s­tek vor­zu­zie­hen, da er eine wesent­lich höhe­re Kno­ten­fes­tig­keit auf­weist. Der Vor­teil im Tros­sen­s­tek liegt in der leich­te­ren Knüpf­bar­keit,…  

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Der Stopperstek

Von in nautik, schifferknoten

Ein­lei­tung Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten. Der Stop­per­s­tek ist ein klas­si­scher Schif­fer­kno­ten und darf im Reper­toire nicht feh­len. Er ist die hel­fen­de Hand, wenn sich zum Bei­spiel eine Schot in der Winsch ver­keilt hat und einen “Über­läu­fer” bil­det. Er fixiert das Bänd­sel der Gast­land­flag­ge an der Want. Er wird bei Jol­len ver­wen­det, wenn sich meh­re­re Schif­fe in eine Abschlepp­lei­ne hän­gen. Er sichert die Anker-​​Kette. Die Ein­satz­ge­bie­te sind man­nig­fal­tig.…  

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Der doppelte Spierenstich

Von in nautik, schifferknoten

Ein­lei­tung Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten. Der dop­pel­te Spie­ren­stich ist, zumin­dest im Berg­sport [1], die Wahl zum Ver­bin­den zwei­er Lei­nen glei­cher Dicke. Da der Kno­ten aber eine hohe Kno­ten­fes­tig­keit besitzt, bei einer ver­hält­nis­mä­ßig gerin­gen Bruch­last­re­duk­ti­on von 40%, ist er auch in der Nau­tik eine Alter­na­ti­ve. Das Beson­de­re am dop­pel­ten Spie­ren­stich ist, dass er die Ver­bin­dung zwei­er Lei­nen nicht durch Rei­bung, son­dern nach dem Formschluss-​​Prinzip [2] hält. Der Spie­ren­stich…  

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Der Spierenstich als Stopperknoten

Von in nautik, schifferknoten

Ein­lei­tung Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten. Wie bereits beim Acht­kno­ten beschrie­ben eig­net sich der ein­fa­che Spie­ren­stich für die Funk­ti­on eines Stop­per­kno­tens bes­ser als der Acht­kno­ten. Letz­te­rer kann sich beim Ansto­ßen des Tam­pens sehr schnell lockern und lösen. Der Spie­ren­stich reagiert hier nicht so emp­find­lich. Das deut­sche Berufs­klet­ter­zen­trum spricht sogar von “kei­nes­falls” bei der Ver­wen­dung des Acht­kno­tens [1]. Gera­de der Spie­ren­stich ver­an­schau­licht die Pro­ble­ma­tik der Namens­ge­bung in der Kno­ten­kun­de.…  

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