Der Trossenstek

Von in nautik, schifferknoten

Einleitung

Trossenstek Abb. 1

Tros­sen­s­tek Abb. 1

Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten.
Der Tros­sen­s­tek ist ein tra­di­tio­nel­ler Schif­fer­kno­ten mit hoher Sicher­heit [1]. Wie der Name ver­rät ist er für beson­ders dicke Lei­nen, Tros­sen, vor­ge­se­hen, hält aber auch bei dün­nen Lei­nen, und vor allem auch wenn die­se nass sind, sehr gut. Für dün­ne Lei­nen ist jedoch der Zep­pe­lin­s­tek vor­zu­zie­hen, da er eine wesent­lich höhe­re Kno­ten­fes­tig­keit aufweist.
Der Vor­teil im Tros­sen­s­tek liegt in der leich­te­ren Knüpf­bar­keit, weil die Tros­se dabei weni­ger geknickt wer­den muss. Dar­um kann er auch bei beson­ders stei­fen Lei­nen die bes­se­re Wahl sein.

Anwendung

Ver­bin­dung zwei­er Lei­nen glei­cher Dicke. Beson­ders geeig­net bei über­di­cken Lei­nen, Trossen.

Beschreibung

Trossenstek Abb. 2

Tros­sen­s­tek Abb. 2

Trossenstek Abb. 3

Tros­sen­s­tek Abb. 3

Trossenstek Abb. 4

Tros­sen­s­tek Abb. 4

Trossenstek Abb. 5

Tros­sen­s­tek Abb. 5

Zu Beginn wird in eine der bei­den Tam­pen, wie in Abbil­dung 2 gezeigt die rech­te, ein Unter­hand­au­ge gelegt. Der ande­re Tam­pen kommt hin­ter dem Auge zu lie­gen. Dann legt man den lin­ken Tam­pen über die ste­hen­de Part der rech­ten Lei­ne und unter die lose Part der­sel­ben (Abbil­dung 3). Schließ­lich legt man die lose Part der lin­ken Lei­ne über das Auge der rech­ten Lei­ne, fädelt dabei aber unter die ste­hen­de Part der lin­ken Lei­ne (Abbil­dung 4). Sieht man sich das Kno­ten­bild in Abbil­dung 4 an, so fällt auf, dass bei­de Lei­nen ein Unter­hand­au­ge beschrei­ben, aber jeweils abwech­selnd inein­an­der gewo­ben sind. Außer­dem ist dabei wesent­lich und für den Tros­sen­s­tek cha­rak­te­ris­tisch, dass die bei­den Tam­pen auf gegen­ge­setz­ter Sei­te zu lie­gen kommen.
Das eigent­li­che Pro­blem des Tros­sen­s­teks liegt dar­in, dass er wie in Abbil­dung 1 gezeigt nicht aus­rei­chend sta­bil ist. Die Tam­pen müss­ten genau­ge­nom­men bei­ge­bänd­selt wer­den. Han­delt es sich tat­säch­lich um eine Tros­se, kön­nen die losen Par­ten näm­lich nicht ein­fach mit zum Bei­spiel einem Spie­ren­stich gesi­chert werden.
Wird der Tros­sen­s­tek in dün­ne Lei­nen gelegt, kann man auf die­ses Bei­bänd­seln ver­zich­ten: Kommt Zug auf die ste­hen­den Par­ten, klappt der Kno­ten um. Bei­de Tam­pen kom­men auf der glei­chen Sei­te zu lie­gen, es ent­steht das Kno­ten­bild wie in Abbil­dung 5.

Knotenfestigkeit

55% [1]

Andere Bezeichnungen

Bre­zel­kno­ten. Eng­lisch: Car­rick Bend

Ashley-​Nr

1502, 1439

Trivia

Befin­den sich die bei­den losen Par­ten auf der glei­chen Sei­te, spricht man vom Jose­fi­nen­kno­ten, einem deko­ra­ti­ven Kno­ten [1]

Fußnoten

Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten.

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