Der Spierenstich als Stopperknoten

Von in nautik, schifferknoten

Einleitung

Spierenstich als Stopperknoten Abb. 1

Spie­ren­stich als Stop­per­kno­ten Abb. 1

Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten.
Wie bereits beim Acht­kno­ten beschrie­ben eig­net sich der ein­fa­che Spie­ren­stich für die Funk­ti­on eines Stop­per­kno­tens bes­ser als der Acht­kno­ten. Letz­te­rer kann sich beim Ansto­ßen des Tam­pens sehr schnell lockern und lösen. Der Spie­ren­stich reagiert hier nicht so emp­find­lich. Das deut­sche Berufs­klet­ter­zen­trum spricht sogar von “kei­nes­falls” bei der Ver­wen­dung des Acht­kno­tens [1].
Gera­de der Spie­ren­stich ver­an­schau­licht die Pro­ble­ma­tik der Namens­ge­bung in der Kno­ten­kun­de. Des­we­gen kann es hilf­reich sein, zum Kno­ten zusätz­lich das Ein­satz­ge­biet zu nen­nen: So hat der Spie­ren­stich bei der Feu­er­wehr, in der Sport­klet­te­rei, der Höh­len­for­sche­rei oder der Nau­tik mit­un­ter ein unter­schied­li­ches Kno­ten­bild, bei glei­cher Bezeich­nung [2].

Anwendung

In der Nau­tik wird der ein­fa­che Spie­ren­stich als Stop­per­kno­ten ver­wen­det um zu ver­hin­dern, dass eine Lei­ne durch eine Öse ausrauscht.

Beschreibung

Spierenstich als Stopperknoten Abb. 2

Spie­ren­stich als Stop­per­kno­ten Abb. 2

Spierenstich als Stopperknoten Abb. 3

Spie­ren­stich als Stop­per­kno­ten Abb. 3

In eine Lei­ne wird ein Auge gelegt und anschlie­ßend die lose Part zwei­ma­lig durch das Auge gesteckt (Abbil­dung 2). Zieht man lang­sam an der fes­ten und losen Part, ist die gebil­de­te Acht augen­schein­lich (Abbil­dung 3), bevor sich der Kno­ten letzt­end­lich ganz zusam­men­zieht (Abbil­dung 1). Bei dicke­ren Lei­nen ist das Zusam­men­zie­hen mit­un­ter schwie­rig und der Kno­ten muss in sei­ne Form “mas­siert” wer­den. Da der Kno­ten beim Ansto­ßen an zum Bei­spiel einer Öse oder Schot­klem­me hal­ten soll, ist es nicht erfor­der­lich, ihn mit aller Kraft fest­zu­zie­hen. Vor allem aber soll­te er in die­ser Form nicht von bei­den Enden her unter gro­ßer Belas­tung ste­hen, denn dann ist er prak­tisch nicht mehr zu lösen.

Andere Bezeichnungen

Dop­pel­ter Über­hand­kno­ten, mehr­fa­cher Über­hand­kno­ten. Eng­lisch: dou­ble over­hand knot, small coil knot

Ashley-​Nr

516

Varianten

Fußnoten

Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten.

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