Der Eiszapfenstek

Von in nautik, schifferknoten

Einleitung

Eiszapfenstek Abb. 1

Eiszapfenstek Abb. 1

Bitte lesen Sie auch die allgemeine Einleitung und den Sicherheitshinweis zu den in diesem Blog gezeigten Knoten.
Der Eiszapfenstek ist ein junger Knoten. Er soll 1990 von John Smith [4] als eine Weiterentwicklung des Pfahlsteks beschrieben worden sein [1]. Manchmal findet man ihn in der Literatur auch als Eiszapfenknoten, was aber laut Definition nicht korrekt ist, denn der Eiszapfenstek benötigt einen zusätzlichen Gegenstand, um stabil zu sein ([2], siehe auch Problem Nomenklatur Palstek). Egmont M. Friedl bezeichnet ihn als "ultimativen Stopperknoten" [3]. Und tatsächlich ist es erstaunlich, was der Knoten zu leisten vermag, denn er ist so ziemlich der einzige Knoten, der auch auf glattesten Gegenständen verlässlich hält, ohne zu rutschen. So lässt sich damit eine Leine selbst an Wanten und Stagen befestigen, was ihn für einen Seemann sehr wertvoll machen kann.

Anwen­dung

Stek zum Anschlagen einer Leine auf sehr glatten Oberflächen wie Stagen oder Wanten als Alternative zum Stopperstek.

Beschrei­bung

Eiszapfenstek Abb. 2

Eiszapfenstek Abb. 2

Eiszapfenstek Abb. 3

Eiszapfenstek Abb. 3

Eiszapfenstek Abb. 4

Eiszapfenstek Abb. 4

Zuerst wird die Leine mit mehreren Törns um z.B. eine Stange gelegt (Abbildung 2). Wird der Knoten wie in den Abbildungen gezeigt gesteckt, ist darauf zu achten, dass der erste Törn "hinter" der Stange beginnt. Drei Törns sollten genügen, es können aber auch mehrere gelegt werden. Anschließend wird die lose Part nach vorn über die feste Part und mit einem Schlag unter sich selbst durchgeführt (Abbildung 3). Zuletzt legt man die lose Part nochmals um die Stange herum und steckt sie durch die zuvor gebildete Schlinge, sodass die lose Part parallel zur festen Part zu liegen kommt (Abbildung 4). Beim Festziehen ist darauf zu achten, dass alle Törns eng aneinander zu liegen kommen (Abbildung 1).

Bruchlastreduktion

23% [3]

Varianten

Stopperstek

Fußnoten

  • [1] Knoten Spleißen Fancywork, Gordon Perry und Steve Judkins, Delius Klasing
  • [2] Knotenkunde, Wikipedia
  • [3] Knoten und Spleißen, eine audiovisuelle Anleitung, Egmont M. Friedl, Delius Klasing
  • [4] Seemannsgarn, Wikipedia

Bitte lesen Sie auch die allgemeine Einleitung und den Sicherheitshinweis zu den in diesem Blog gezeigten Knoten.

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