Der gesteckte Achtknoten

Von in nautik, schifferknoten

Einleitung

Gesteckter Achtknoten Abb. 1

Gesteck­ter Acht­kno­ten Abb. 1

Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten.
Der gesteck­te oder dop­pel­te Acht­kno­ten ist wahr­schein­lich unter Berg­stei­gern eher geläu­fig, als unter Seg­lern. Ers­te­re ver­wen­den die­sen Kno­ten zum Ein­bin­den des Seils in den Klet­ter­gurt. In der See­fahrt ist er prak­tisch nicht zu beob­ach­ten [2], obwohl sei­ne Eigen­schaf­ten eine rela­tiv hohe Fes­tig­keit und eine bemer­kens­wert gerin­ge Bruch­last­re­duk­ti­on auf­wei­sen. Auch die Tat­sa­che, dass sich der Kno­ten (sehr rasch) legen lässt und er eben­so unkom­pli­ziert zu ste­cken ist, soll­te ihm als Schif­fer­kno­ten einen Platz im Reper­toire sichern, auch wenn man mit ihm in der Mari­na der Bli­cke ande­rer sicher sein kann.
Der dop­pel­te Acht­kno­ten kann auch als Ver­bin­dungs­kno­ten zwei­er Lei­nen ver­wen­det wer­den, wobei man ihn dann Flä­mi­scher Acht­kno­ten nennt. Hier ste­hen dem Seg­ler aller­dings “see­män­ni­sche­re” Kno­ten mit höhe­rer Fes­tig­keit und gerin­ge­rer Bruch­last­re­duk­ti­on, wie dem dop­pel­ten Spie­ren­stich oder etwa auch dem Tros­sens­tek, zur Ver­fü­gung. Bes­se­re, see­män­ni­sche­re Alter­na­ti­ven wer­den wohl auch der Grund sein, war­um der dop­pel­te Acht­kno­ten in der See­fahrt prak­tisch kei­ne Ver­wen­dung fin­det.

Anwendung

Bil­dung einer sich nicht zuzie­hen­den Schlau­fe zum Fest­ma­chen am Pfahl oder zum Ein­bin­den in einen Molen­ring. Auch ande­re Anwen­dun­gen wie zum Bei­spiel das Fest­ma­chen des Groß­falls am Groß­se­gel sind denk­bar, aller­dings sind hier ande­re Schif­fer­kno­ten vor­zu­zie­hen.

Beschreibung

Gesteckter Achtknoten Abb. 2

Gesteck­ter Acht­kno­ten Abb. 2

Gesteckter Achtknoten Abb. 3

Gesteck­ter Acht­kno­ten Abb. 3

Gesteckter Achtknoten Abb. 4

Gesteck­ter Acht­kno­ten Abb. 4

Gesteckter Achtknoten Abb. 5

Gesteck­ter Acht­kno­ten Abb. 5

Als Basis für die­sen Kno­ten dient der ein­fa­che Acht­kno­ten. Dabei soll­te die lose Part bewusst lan­ge gehal­ten wer­den, um einer­seits eine gro­ße resul­tie­ren­de Schlau­fe zu legen und ande­rer­seits genü­gend Tam­pen übrig zu las­sen, wel­cher auch noch mit z.B. einem Spie­ren­stich gesi­chert wer­den kann. Mit dem ein­fa­chen Acht­kno­ten (Abbil­dung 2) als Aus­gang wird nun die lose Part der fes­ten Part ent­lang des Kno­tens zurück gesteckt (Abbil­dung 3 bis 5). Dabei ist sorg­fäl­tig dar­auf zu ach­ten, dass bei­de Par­ten genau par­al­lel zu lie­gen kom­men und sich kei­ne Lei­nen über­kreu­zen. Nur so ist eine beschrie­be­ne Kno­ten­fes­tig­keit sowie ein leich­tes Bre­chen des Kno­ten auch nach stär­ke­rer Zug­ein­wir­kung gewähr­leis­tet.

Knotenfestigkeit

63% [2]

Bruchlastreduktion

35% [1]

Andere Bezeichnungen

Ein­bin­de­kno­ten, Flä­mi­sche Schlau­fe, dop­pel­ter Ach­ter, Eng­lisch: Figure-​eight loop

Ashley-​Nr

531, 1047

Tri­via

In der Wiki­pe­dia [2] wird der ein­fa­che Acht­kno­ten “Acht­kno­ten” und der dop­pel­te, gesteck­te Acht­kno­ten “Ach­ter­kno­ten (mit Schlau­fe)” genannt.

Varianten

ein­fa­cher Acht­kno­ten

Fußnoten

Bit­te lesen Sie auch die all­ge­mei­ne Ein­lei­tung und den Sicher­heits­hin­weis zu den in die­sem Blog gezeig­ten Kno­ten.

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