Kate und das “too long lines”-Problem

Von in linux

Nach­dem ich auf mei­nem Lap­top von Linux Mint auf Bodhi Linux mit dem Enlightenment-​Windowmanager umge­stie­gen bin, war eine der ers­ten Anpas­sungs­maß­nah­men den KDE-​Texteditor Kate zu instal­lie­ren. Beim ers­ten Ein­satz mit einem etwas grö­ße­ren Text­file war die Über­ra­schung groß, weil sich das Doku­ment nicht bear­bei­ten ließ. Kate öff­ne­te die Datei schreib­ge­schützt. Ich möch­te hier zei­gen, was es mit die­sem selt­sa­men Ver­hal­ten auf sich hat und was man dage­gen unter­neh­men kann.

Erschwe­rend bei der Pro­blem­fin­dung kommt hin­zu, dass Kate den Benut­zer nur in bestimm­ten Fäl­len auf die Sach­la­ge auf­merk­sam macht. Ein Hin­weis erscheint abhän­gig davon, ob man eine Datei in Kate, oder ein File aus einem Doku­men­ten­ver­wal­ter her­aus öff­net. So erfährt man also nur bedingt, dass Kate ein Pro­blem mit der Zei­chen­län­ge hat:

The file … was ope­ned and con­tai­ned too long lines (more than 1 024 cha­rac­ters). Too long lines were wrap­ped and the docu­ment is set to read-​only mode, as saving will modi­fy its con­tent.”

Über die Sinn­haf­tig­keit die­ses Fea­tures wird kon­tro­vers dis­ku­tiert. Wer sich von die­ser Ein­schrän­kung befrei­en möch­te, geht fol­gen­der­ma­ßen vor:

Unter Set­tings > Con­fi­gu­re Kate > Open/​Save fin­det sich seit der Ver­si­on 3.8 eine neue Ein­stel­lung: “auto-​wrap column” oder “line length limit” (hier kur­sie­ren unter­schied­li­che Anga­ben im Inter­net. Ers­te­re kann ich bestä­ti­gen. Mög­lich auch, dass hier Labels von Kate und Kile, dem LaTeX Quell­text­edi­tor ver­mischt wer­den. Sie­he auch launchpad.net bug­tra­cker. Die deut­sche Über­set­zung lau­tet “Begren­zung der Zei­len­län­ge”). Die­ser Wert steht per Werks­ein­stel­lung auf 1024. Stellt man ihn auf 0 oder auf einen sehr hohen Wert, ist das Pro­blem gelöst. Ver­meint­lich, denn beim nächs­ten Öff­nen einer Datei wird Kate sie wie­der schreib­ge­schützt öff­nen. Das liegt dar­an, dass Kate sich die­sen ein­mal gesetz­ten Sta­tus “merkt”. Dage­gen wie­der­um hilft die Ein­stel­lung Tools -> Read only mode, die man ein­fach ändern kann.

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