Der Saurüssel, 1.340m

Von in geografie

Saurüssel, 1.340m, Blick zum Schneeberg

Sau­rüs­sel, 1.340m, Blick zum Schneeberg

Wer am Schnee­berg­mas­siv eine weni­ger fre­quen­tier­te Wan­der­rou­te sucht, soll­te sich ein­mal den gemüt­li­chen Weg auf den Sau­rüs­sel näher anse­hen. Die rund 800 Höhen­me­ter und ins­ge­samt 10km Distanz eig­nen sich für die gan­ze Fami­lie und bie­ten eine abwechs­lungs­rei­che Wan­de­rung durch eine wun­der­schö­ne Natur mit atem­be­rau­ben­den Aus­bli­cken auf Payer­bach und den Semmering.

Die Anrei­se erfolgt bequem mit dem Auto oder Zug, der Bahn­hof Payer­bach wird stünd­lich ange­fah­ren. Die ers­te Vier­tel­stun­de ent­spricht dem Weg in die “Eng” und wur­de von mir bereits im Arti­kel “Payer­bach - Krumm­bach­stein - Puch­berg” genau beschrieben. 

Höhenprofil Saurüssel

Höhen­pro­fil Saurüssel

Die gut beschil­der­te und nicht zu über­se­hen­de Abzwei­gung zum Sau­rüs­sel fin­det sich am Ende der asphal­tier­ten Stra­ße. Ab die­sem Zeit­punkt führt der Weg weiß-​gelb-​weiß mar­kiert zeit­wei­se etwas ver­wach­sen aber gut begeh­bar kon­ti­nu­ier­lich nord­öst­lich der “Eng” zum Sau­rüs­sel empor. Man quert immer wie­der den Forst­weg, bis man an einer Stel­le die­sem auch auf etwa 500 Metern und für eine Ser­pen­ti­ne fol­gen muss. Wo man den Forst­weg wie­der ver­lässt, darf man den wun­der­schö­nen Aus­sichts­punkt nicht ver­säu­men. Er befin­det sich auf 900m.

Unterwegs zum Saurüssel

Unter­wegs zum Saurüssel

Ab nun geht es stei­ler berg­auf und die Flo­ra passt sich merk­bar der Höhe an. Es zahlt sich auch auf die­ser Rou­te aus, früh am Mor­gen auf­zu­bre­chen, denn der nord-​östlich aus­ge­rich­te­te Weg ist am Vor­mit­tag noch gut vor der Son­ne geschützt. Nach dem “4-​Herren-​Sitz” war­tet die steils­te Stel­le; ist die­se über­wun­den, steht man unver­mit­telt auf der Sched­wie­se, wo man sich am Wald­rand weg­los gleich links hal­ten kann. Bald steht man wie­der auf einer Forst­stra­ße, die von rechts kom­mend nach Nor­den führt. Die­ser folgt man für etwa hun­dert Meter, bis sich auf der lin­ken Sei­te wie­der eine Lich­tung auf­tut. Wir gehen der Lich­tung ent­lang und suchen den wei­te­ren Weg, der gut ver­steckt bald am rech­ten Wald­rand von der Lich­tung weg­führt.
Unterwegs zum Saurüssel

Unter­wegs zum Saurüssel

Lei­der sind hier kei­ne Mar­kie­run­gen mehr vor­han­den. Folg­te man der Wie­se, wür­de man auch einen ver­meint­li­chen “Gip­fel” errei­chen. Am tat­säch­li­chen Sau­rüs­sel steht aber ein neu errich­te­ter Jäger­stand, und der tat­säch­li­che “Gip­fel” liegt damit etwas nörd­li­cher. Ein Gip­fel­kreuz sucht man am Sau­rüs­sel übri­gens ver­geb­lich. Dafür ent­schä­digt ein wahr­lich fan­tas­ti­scher Blick auf das Schneeberg-​Massiv mit vor­ge­la­ger­tem Krum­bach­stein. Es zahlt sich also aus, even­tu­ell etwas nach dem Jäger­stand zu suchen.

Aussichtspunkt, Reichenau

Aus­sichts­punkt, Reichenau

Soll­te man beim Auf­stieg den rich­ti­gen Weg ver­passt haben, beim Abstieg ist er leicht zu fin­den. Wir fol­gen ihm zurück bis zur Sched­wie­se, wo am tiefs­ten Punkt (öst­lich) ein Pfeil die wei­te­re Rich­tung weist. Wir fol­gen dem etwas ver­wach­se­nen Weg Rich­tung Walburg-​Anger-​Hütte zuerst berg­ab und dann noch ein Stück berg­auf. Damit befin­det man sich mit etwa 1.200m am obe­ren Ende der
Vegetation am Saurüssel

Vege­ta­ti­on am Saurüssel

“Gahns­lei­ten” und es lohnt sich, Aus­schau nach den kur­zen Abste­chern zu den Aus­sichts­punk­ten Rich­tung Payer­bach zu hal­ten. Schließ­lich hat man die Walburg-​Anger-​Hütte erreicht. Kurz vor ihr führt unser wei­te­rer Weg rechts Rich­tung Payer­bach die Gahns­lei­ten hin­ab, die Abzwei­gung ist gut beschil­dert. Ab nun fol­gen wir der weiß-​blau-​weißen Markierung.

Distel

Dis­tel

Der Weg ist zunächst steil und trifft bald auf eine Forst­stra­ße. Auf­ge­passt, hier muss man zunächst für ein paar Meter rechts (!) der Forst­stra­ße fol­gen, denn der Weg nach links führt zur Sched­ka­pel­le und ent­fernt sich von Payer­bach. Schließ­lich trifft man auf einen Weg­wei­ser nach Payer­bach und man folgt links einem klei­nen, idyl­li­schen Weg wei­ter die Gahns­lei­ten hinab.

Auf etwa 1.000m über­quert man noch­mals eine Forst­stra­ße und etwa hun­dert Meter spä­ter soll­te man gera­de­aus der weiß-​rot-​weißen Mar­kie­rung fol­gen. Sie führt zur “Jubi­lä­ums­aus­sicht”, die man sich nicht ent­ge­hen las­sen sollte. 

Walburgangerhütte

Wal­burg­an­ger­hüt­te

Spä­ter gehen wir das kur­ze Stück aber wie­der zurück und blei­ben am weiß-​blau-​weiß mar­kier­ten Weg. Auf 680m tref­fen wir schließ­lich wie­der auf Zivi­li­sa­ti­on und fol­gen der asphal­tier­ten Stra­ße. Man kann sich hier ein paar Meter erspa­ren, wenn man den Abkür­zun­gen folgt. Letzt­end­lich bleibt man aber auf der Stra­ße und hat,
Blick von der Jubiläumsaussicht nach Payerbach

Blick von der Jubi­lä­ums­aus­sicht nach Payerbach

vom Anfang der Asphalt­stra­ße gerech­net, nach etwa einer Vier­tel­stun­de den Bahn­hof von Payer­bach erreicht. 

Für die­se Tour emp­fiehlt sich gutes Schuh­werk, Tritt­si­cher­heit und mäßi­ge Kon­di­ti­on. Der Gip­fel ist in 2 Stun­den zu errei­chen, für den Abstieg benö­tigt man wegen der län­ge­ren Stre­cke etwa ein­ein­halb Stunden.

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