Prost!

Von in wien

Stell dir vor es ist EM und kei­ner geht hin. Das wer­den sich wohl der­zeit eini­ge Würstelstandl-​Besitzer in der Fan­zo­ne den­ken. Lesen Sie hier ein paar kur­ze Asso­zia­tio­nen zur EM und rund um das Geld.

Ich gebe ver­le­gen zu, einen Hauch von Scha­den­freu­de zu emp­fin­den. Dass Stand­ler in der Fan­zo­ne gezwun­gen wer­den, aus­wär­ti­ges G’schloder zu ver­kau­fen, ist schon schlimm genug. Bier wird hier­zu­lan­de nicht gera­de in mar­gi­na­len Dosen (und damit mein ich nicht das 16er Blech) und einer nur schwer über­biet­ba­ren Qua­li­tät pro­du­ziert. Den­ken wir doch nur an das böse, böse CO2, das beim Trans­port des deut­schen däni­schen Ludl­was­sers aus der Saar­pfalz Kopen­ha­gen aus­ge­sto­ßen wird, obwohl die Quel­le des Guten doch so nahe wäre. Mir kann aber nie­mand weis­ma­chen, die Gewer­be­trei­ben­den hät­ten beim Gedan­ken an vier Euro fünf­zig Zent für einen Becher eine Trä­ne zer­drückt. Nur die Gast­wir­te rund um die Fan­zo­nen haben mit einer ganz trau­ri­gen Mine in die Kame­ra geblickt und mit ernied­rig­tem Haupt, vor­ge­hal­te­ner Hand und zit­tern­der Stim­me ver­kün­det, sie sähen sich gezwun­gen, die Prei­se anzu­glei­chen, schick­ten wie­wohl gleich nach, es wer­de kei­ne Preis­er­hö­hun­gen geben. Nur Anglei­chun­gen.

Und nun, Herr­gott­noch­mal, säuft sich kei­ner ins Koma. Für gut ein Jahr haben wir in allen Medi­en so die Wer­be­trom­mel fürs Koma­saufen gerührt, und jetzt, wo es drauf ankä­me, jetzt, wo der Preis so rich­tig kna­ckig wäre… Aus der Traum vom gro­ßen Geld. Da hilft nur eins. Run­ter mit den Hosen. Und dem Preis. Das G’schloder, das kei­ner mag, auf die Stra­ßen g’leert. Zwar immer noch um einen Kurs­wert, dass man augen­blick­lich aus­nüch­tert, aber immer­hin. WU-​Studenten soll­ten sich jetzt zu die­sem Angebot-​und-​Nachfrage-​Praktikum anmel­den. Es sol­len noch Plät­ze frei sein. (Nach­trag: Wie eben bekannt gege­ben wur­de, wird mor­gen zwi­schen 17:15 und 18:15 am Rat­haus­platz ein Semi­nar über “Geschäfts­ri­si­ken, und wer die­se zu tra­gen hat” abge­hal­ten).

Und weil es gera­de the­ma­tisch so gut passt noch eine Eil­mel­dung (war gera­de im TV zu sehen): Alt­bür­ger­meis­ter Hel­mut Zilk hat das Auf­tre­ten der SPÖ mit einem Hüh­ner­stall ver­gli­chen, in dem in alle Rich­tun­gen gega­ckert wer­de. Lie­ber Hel­mut, das ist noch kein Grund, des­we­gen ins eige­ne Nest zu kacken. Obwohl, in die­sen fre­e­zi­gen Zei­ten…

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