Strahlendes Erbe

Von in anomalien im gesundheitswesen, gesundheit, politik

Die Abbildung zeigt ein Satellitenbild aus Google Earth vom europäischen Kontinent. Dabei werden mit zwei Linien die Distanzen zwischen Wien und Majak mit 3.000km und die Distanz zwischen Wien und Tschernobyl mit 1.000km illustriert.Aus Anlass zum Jah­res­tag des Super-​GAUs in Чернобыль (Tscher­no­byl, Chor­no­byl…) am 26. April habe ich eine inten­si­ve Suche nach Nach­rich­ten über ato­ma­re Unfäl­le betrie­ben. Die dabei zusam­men­ge­tra­ge­nen Infor­ma­tio­nen möch­te ich hier wie­der­ge­ben. Sie glaub­ten bis­her, Tscher­no­byl wäre unüber­treff­bar? Ich erzäh­le Ihnen eine wah­re Geschich­te, die den Super-​GAU vom 26.April 1986 in der UdSSR lei­der weit in den Schat­ten stellt.

ЗАТО

Nach dem 2. Welt­krieg nahm die UdSSR (wie übri­gens auch vie­le ande­re Staa­ten) alles in Kauf, um die Atom­bom­be zu bau­en. Zu die­sem Zweck ent­stan­den “geschlos­se­ne Städ­te” (ЗАТО – закрытые административно-​территориальные образования, sakry­ty­je administratiwno-​territorialnyje obra­so­wa­ni­ja (SATO), etwa: geschlos­se­ne ver­wal­tungs­t­er­ri­to­ria­le Gebil­de)[2] mit solch klang­vol­len Namen wie Красноярск-​66 (Krasnojarsk-​66), Капустин Яр (Kapus­tin Yar), Петропавловск-​Камчатский (Petropawlowsk-​Kamtschatski), oder etwa Челябинск-​40 (Tscheljabinsk-​40). Auf (dama­li­gen) Land­kar­ten nicht zu fin­den, stell­ten die­se Bezeich­nun­gen bes­ten­falls Post­fach­adres­sen dar und ent­lehn­ten ihren Namen von ent­fern­ten Städ­ten. In sol­chen geschlos­se­nen Städ­ten waren Wis­sen­schaft­ler und Tech­ni­ker ange­sie­delt, die in teil­wei­se unter­ir­di­schen Anla­gen unter ande­rem waf­fen­fä­hi­ges Plu­to­ni­um her­stell­ten [3]. Dabei wur­de weder auf Men­schen, noch auf die Umwelt Rück­sicht genom­men, was sich in kata­stro­pha­len Zwi­schen­fäl­len räch­te. Im Umfeld einer die­ser geschlos­se­nen Städ­te, Челябинск-​40 (Tscheljabinsk-​40), ereig­ne­ten sich gleich meh­re­re schwe­re Unfäl­le, bei denen die 2- bis 6-​fache Men­ge an radio­ak­ti­vem Mate­ri­al wie in Tscher­no­byl frei­ge­setzt wor­den sein soll. [4]

Маяк

Am 22. Dezem­ber 1948 ging die kern­tech­ni­sche Anla­ge Маяк (Maják, “Leucht­turm”) süd­lich von Челябинск-​40 (Tscheljabinsk-​40) in Betrieb [5], [6], *. Sie beschäf­tig­te 17.000 Men­schen. Die Haupt­auf­ga­be des Kom­bi­nats bestand im Bau der Atom­bom­be durch Her­stel­lung waf­fen­fä­hi­gen Plu­to­ni­ums. Noch heu­te befin­den sich auf dem groß­teils unter­ir­di­schen Are­al eine Wie­der­auf­ar­bei­tungs­an­la­ge, 6 oder 7 ** Reak­to­ren und ein Lager für radio­ak­ti­ve Abfäl­le und ato­ma­re Spreng­köp­fe. Aber noch bevor es in der Anla­ge zu einem ato­ma­ren Unfall kom­men konn­te, bescher­te der sorg­lo­se Umgang mit radio­ak­ti­vem Abfall aus den Reak­to­ren eine Umwelt­ka­ta­stro­phe. So wur­den die Reak­to­ren nicht durch unter­schied­li­che Kreis­läu­fe gekühlt, son­dern das Kühl­was­ser wur­de direkt durch den Reak­tor und anschlie­ßend in den nahen Fluss Теча (Tetscha) gepumpt, einer Trink­was­ser­quel­le für über 100.000 Men­schen. So soll in 7 Jah­ren eine Gesamt­ak­ti­vi­tät von fast 3 Mil­lio­nen Curie (111 Peta-​Becquerel (1 Peta = 1 Bil­li­ar­de)) frei­ge­setzt wor­den sein [7], [8], **. Das ani­miert zu einem Ver­gleich mit der Hava­rie [9] von Tscher­no­byl: Aus­ge­hend von einer Aus­sa­ge der Uni­ver­si­tät Olden­burg in Deutsch­land [6] (und der Miss­ach­tung, dass sowohl Strah­lungs­dau­er wie auch Strah­lungs­art bei­der Kata­stro­phen nicht zu ver­glei­chen sind), wäre folg­lich in Tscher­no­byl die drei­fa­che Men­ge an strah­len­dem Mate­ri­al emit­tiert wor­den. Mehr über die unter­schied­li­chen Mecha­nis­men bei­der Hava­ri­en später.

Der Unfall von Кыштым

Das war aber nur der Beginn um das Wett­ren­nen des schlimms­ten ato­ma­ren Unfalls. In Кыштым (Kjsch­t­jim, Kysch­tym…), einem Ort 15km west­lich des Chemie-​Kombinats Маяк, wur­den Ton­nen hoch­ra­dio­ak­ti­ven Abfalls in Beton­tanks gela­gert. Wegen enor­men radio­ak­ti­ven Zer­falls und der dadurch ent­ste­hen­den hohen Tem­pe­ra­tu­ren muss­ten die Tanks, die sich meh­re­re Meter unter der Erd­ober­flä­che befan­den, stän­dig mit Was­ser gekühlt wer­den. Wäh­rend che­mi­scher Reak­tio­nen ent­stan­den in den Tanks unbe­merkt Acetat- und Nitrat­sal­ze, die bei einem Aus­fall des Kühl­sys­tems am 29. Sep­tem­ber 1957 zu einer ver­hee­ren­den Explo­si­on führ­ten [10]. Auch wenn es sich dabei nicht um eine Kern­re­ak­ti­on han­del­te, ver­seuch­te der nach­fol­gen­de Fall­out ein Gebiet von 15.000qkm [6] (bis 23.000qkm [7]). Dabei wird eine frei­ge­setz­te Strah­len­ak­ti­vi­tät von 20 Mega-​Curie ange­nom­men [6], [7], was immer­hin schon der dop­pel­ten Men­ge des Fall­outs in Tscher­no­byl ent­sprä­che [6].

Der See Карачай

Die Abbildung zeigt eine Satellitenaufnahme vom See Karatschai aus Google Earth.*) Als Kon­se­quenz ent­schied man sich ledig­lich, radio­ak­ti­ve Abfäl­le nicht mehr in die Теця zu lei­ten, son­dern ver­klapp­te sie in einen angren­zen­den See, den Карачай (Karat­schai). Als die­ser 1967 aus­trock­ne­te, ver­teil­te sich radio­ak­ti­ver Staub mit einer Gesamt­ak­ti­vi­tät von 600 Curie (22 Tera-​Bequerel (1 Tera = 1 Bil­li­on)) über ein Gebiet von nur 3.000qkm [6]. Eine ande­re Quel­le [11] bezif­fert (ohne Datums­an­ga­be) die Radio­ak­ti­vi­tät am See mit 4,4 Exa-​Becquerel (1 Exa = 1 Tril­li­on) **. Die Lösung des Pro­blems Карачай war, wie man hier­zu­lan­de sagt, “rus­sisch”: Man beto­nier­te den aus­ge­trock­ne­ten See ein­fach zu.
Sucht man auf Wiki­pe­dia nach Strah­len­krank­heit, fin­det man unter einer aku­ten Strah­len­do­sie­rung von mehr als 50 Gray fol­gen­den Ein­trag: “Sofor­ti­ge Des­ori­en­tie­rung und Koma inner­halb von Sekun­den oder Minu­ten. Der Tod tritt in weni­gen Stun­den durch völ­li­ges Ver­sa­gen des Ner­ven­sys­tems ein. Eine sol­che Stun­den­do­sis exis­tier­te bei­spiels­wei­se am Karatschai-​See.[12]

Alle Gescheh­nis­se der Ver­gan­gen­heit haben jedoch am Ist­zu­stand der Anla­ge Маяк wenig ver­än­dert. So kam es erst Ende letz­ten Jah­res zu einem erneu­ten Zwi­schen­fall. Am 25. Okto­ber 2007 soll flüs­si­ger radio­ak­ti­ver Abfall aus einem Tank aus­ge­lau­fen und eine Stra­ße 1,5km ent­lang­ge­ron­nen sein. Laut offi­zi­el­len Anga­ben wur­den dabei selbst­ver­ständ­lich weder Mensch noch Umwelt gefähr­det [4].

Kann man Tschernobyl mit Maják vergleichen?

Die Abbildung zeigt zwei Satellitenaufnahmen aus Google Earth von Tschernobyl und Majak mit Markierungen von zugehörigen Medien. Dabei soll das Verhältnis an verfügbaren Bildern beider Orte illustriert werden.Nein, kann man nicht. Wenn man sich auf die Suche nach Lite­ra­tur zu die­ser The­ma­tik begibt merkt man schnell, dass es ein­fa­cher wäre, man suche nach Unter­schie­den zwi­schen Tscher­no­byl und Maják. Und da wird man schnell fün­dig. Auf­fäl­lig ist die pro­pa­gan­dis­ti­sche Infor­ma­ti­ons­po­li­tik, die bei Tscher­no­byl betrie­ben wird. Man ist schon fast geneigt zu glau­ben, hier wer­de bewusst hin­ter dem Schlei­er schein­hei­li­ger “Geheim­hal­tung” absicht­lich auf eine Kata­stro­phe auf­merk­sam gemacht, um von ande­ren, schlim­me­ren abzu­len­ken. Schließ­lich erfährt per­ver­ser­wei­se der Tou­ris­mus in Tscher­no­byl gera­de eine Blü­te­zeit. Ein guter Indi­ka­tor dafür ist Goog­le Earth, wo Links zu Foto­gra­fi­en wie die sprich­wört­li­chen Schwam­merln aus dem Boden schie­ßen. Von Maják fin­det sich im Inter­net gera­de ein­mal eine Hand­voll Zei­tungs­be­rich­te und hie und da ein Blog­ein­trag (jetzt ist es übri­gens einer mehr). Allei­ne ein Ver­gleich von erhält­li­chen Infor­ma­tio­nen zu bei­den Kata­stro­phen in der Wiki­pe­dia spricht Bände.

Beson­ders die Mecha­nis­men zur Ver­brei­tung radio­ak­ti­ven Mate­ri­als unter­schei­den sich bei den zwei Kata­stro­phen. In Tscher­no­byl sorg­te die enor­me Hit­ze des bren­nen­den Gra­phits für die Ein­brin­gung strah­len­den Mate­ri­als weit in die Atmo­sphä­re, was zu einer Ver­tei­lung über tau­sen­de Kilo­me­ter führ­te [13]. Umlie­gen­de Staa­ten (zuerst Schwe­den) nah­men die erhöh­te Strah­lung rela­tiv schnell wahr, wodurch sich zumin­dest die Tat­sa­che, dass es zu einem Unfall gekom­men war, nicht mehr ver­tu­schen ließ. Bei der Explo­si­on in Kysch­tym gelang­te ver­gleichs­wei­se kein strah­len­des Mate­ri­al in die Atmo­sphä­re. Der Fall­out beschränk­te sich auf rund 20.000qkm. Die­se Tat­sa­che, und der prak­ti­sche Umstand, dass größ­ten­teils nur geschlos­se­ne Städ­te betrof­fen waren, mach­te ein Unter­bin­den der Infor­ma­ti­ons­wei­ter­ga­be nach außen hin zu einer leich­ten Aufgabe.

Auch wenn beim Unfall von Kysch­tym nur ein Drit­tel der strah­len­den Men­ge von Tscher­no­byl frei­ge­setzt wor­den sein soll, war die Dosis für die Bevöl­ke­rung und Natur um ein Viel­fa­ches höher. Dafür betraf der Super-​GAU [1] von Tscher­no­byl eine weit­aus grö­ße­re Menschenmenge.

Natür­lich erschwe­ren auch jene Fak­ten einen Ver­gleich, die besa­gen, dass in Maják über Jah­re hin radio­ak­ti­ves Mate­ri­al an die Umwelt abge­ge­ben wur­de (Fluss Tetscha und der See Karat­schai). In Tscher­no­byl geschah dies ein­ma­lig. Zwar strahlt der still­ge­leg­te Mei­ler trotz Sar­ko­phag immer noch still vor sich hin, es gelang­ten jedoch seit der Explo­si­on ver­gleichs­wei­se kei­ne ver­strahl­ten Sub­stan­zen mehr nach außen.

Beson­ders tra­gisch erscheint die Ein­stu­fung der Kata­stro­phen nach der INES-​Skala [14], wonach Tscher­no­byl mit der höchs­ten Stu­fe 7, Maják aber nur mit 6 ein­ge­stuft wird, obwohl in Maják wesent­lich mehr Radio­ak­ti­vi­tät frei­ge­setzt wur­de, als in Tscher­no­byl. Das lie­ge allei­ne dar­an, dass durch Maják nur ein Land von dem Super-​GAU betrof­fen war, im Gegen­satz zu halb Euro­pa bei Tscher­no­byl. [15]

Vor allem der “Popu­la­ri­tät” Tscher­no­byls ist es zuzu­schrei­ben, dass man sich um einen von der gan­zen Welt beob­ach­te­ten Ein­däm­mungs­ver­such durch den bekann­ten Sar­ko­phag bemüh­te [16]. Wie bereits erwähnt wur­de der See Karat­schai als Maß­nah­me gegen die von ihm aus­ge­hen­de Strah­lung zube­to­niert. Außer­dem ver­such­te man in den 1980er Jah­ren mit­tels schnel­len Brü­tern [17] den See zu rei­ni­gen, was aber wegen Geld­man­gels schei­ter­te [11].

Das Wissen um das Nichtwissen 

Die Phy­sik der Radio­ak­ti­vi­tät ist äußerst kom­plex [18] und eine 18 stel­li­ge Zahl ist zu abs­trakt, um als prak­ti­sches Bei­spiel zu die­nen. Greif- und sicht­ba­rer sind da schon die Fol­gen der bespro­che­nen Kata­stro­phen. Dazu eig­nen sich medi­zi­ni­sche Stu­di­en, von denen bis­her aller­dings nur eine Hand­voll durch­ge­führt wur­de. Eine davon ist die Dis­ser­ta­ti­on von Dr. med. Caro­la Paul­sen aus 2001 [8], die bei 80 (mehr oder weni­ger *** ) zufäl­lig aus­ge­such­ten chro­nisch strah­len­ex­po­nier­ten Anwoh­nern des Tetscha Flus­ses Erkran­kun­gen im Zusam­men­hang mit der Strah­len­ex­po­si­ti­on unter­such­te. Die Arbeit liest sich wie ein Horror-Roman.

Neben den unglaub­li­chen Beschrei­bun­gen über die chro­ni­schen Gesund­heits­fol­gen hat die medi­zi­ni­sche Stu­die aber auch als Zeit­zeu­ge Bedeu­tung, weil sie auf die heu­te noch vor­han­de­nen poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Pro­ble­me näher ein­geht. So wer­den Kran­ken­ak­ten der schwers­ten Fäl­le nach wie vor unter Ver­schluss gehal­ten und sind so (vor allem) der Wis­sen­schaft unzu­gäng­lich. Die meis­ten “Schät­zun­gen” für die Dis­ser­ta­ti­on beruh­ten auf per­sön­li­chen Gesprä­chen, da sich, wohl durch die ent­spann­te poli­ti­sche Lage, ein­zel­ne Zeit­zeu­gen gesprächs­be­reit zeigten.

Andere machens besser

Die Abbildung zeigt ein Satellitenfoto aus Google Earth vom Gebiet um Majak.Mit­nich­ten. Es sind sogar welt­weit eine Viel­zahl wei­te­rer ato­ma­rer Unfäl­le bekannt, bei denen weit mehr strah­len­de Ener­gie frei­ge­setzt wor­den sein soll, als in der Geschich­te rund um Tschel­ja­binsk [19]. Aller­dings blei­ben die orga­ni­sier­te Ver­tu­schung und der (gera­de dar­aus resul­tie­ren­de) dau­er­haf­te Scha­den für Mensch und Natur im rus­si­schen Sys­tem ein­zig­ar­tig. Allei­ne der beschrie­be­ne unter­schied­li­che Bekannt­heits­grad von Tscher­no­byl und Tschel­ja­binsk zeigt ein­drück­lich, wie gut die Geheim­hal­tung auch nach dem Fall des Eiser­nen Vor­han­ges noch funk­tio­niert. Dabei soll­te die Hal­tung, Euro­pa höre beim Ural auf, als kurz­sich­tig gel­ten, denn ein­zel­ne Wis­sen­schaft­ler machen sich bereits lei­se Gedan­ken dar­über was pas­sie­re, schaff­te es das ver­strahl­te Grund­was­ser vom Karat­schai über die Tetscha in das nörd­li­che Eis­meer und damit in die gan­ze Welt [20]. Damit das nicht pas­sie­re, wur­de der Fluss bereits vier Mal auf­ge­staut - kei­ne Lösung für ein Pro­blem, das die gan­ze Welt beschäf­ti­gen sollte.

Und die Wahr­schein­lich­keit, dass es noch uns betref­fen wird, ist recht groß, denn über eine bes­se­re Lösung wird nicht ein­mal über­legt. Tscher­no­byl darf wenigs­tens auf einen neu­en Sar­ko­phag hof­fen, auch wenn des­sen Rea­li­sie­rung aus Geld­man­gel mehr als unwahr­schein­lich ist. Zwar wur­de 2003 angeb­lich der Betrieb der Atom­an­la­ge von den rus­si­schen Behör­den gestoppt [21], ein Teil der ober­ir­di­schen Anla­ge dient jedoch seit­her als End­la­ger für ato­ma­re Spreng­köp­fe und ato­ma­ren Müll. Es darf bezwei­felt wer­den, dass eben­dort opti­ma­le Sicher­heits­vor­keh­run­gen getrof­fen wer­den, damit es nicht aber­mals zum nuklea­ren Desas­ter kommt.

So dür­fen wir uns über ein strah­len­des Erbe freu­en. Und wenn es nicht uns trifft - unse­re Kin­der trifft es bestimmt.

*) Geografische Berichtigung

(21.11.2010): Ich habe auf panoramio.com einen Bild-​Beitrag gefun­den, aus dem zu schlie­ßen ist, dass sich der oben erwähn­te Карачай-​See wei­ter nord­west­lich befin­det. Auch auf Goog­le Maps zeigt eine Ver­lin­kung zu einem Wikipedia-​Artikel die­se geo­gra­fi­sche Posi­ti­on an.


* Die geschlos­se­ne Stadt mit dem heu­ti­gen Namen Озерск (Ozersk) hieß um 1954 Tscheljabinsk-​40 und spä­ter Tscheljabinsk-​65. (Wiki­pe­dia).
** Die­se, sowie Anga­ben für Strah­len­wer­te etc., vari­ie­ren in ver­schie­de­nen Quel­len der­ma­ßen, dass ihr Infor­ma­ti­ons­ge­halt als eher wert­los ein­zu­schät­zen ist. Zu Ver­gleichs­zwe­cken habe ich die mir am glaub­wür­digs­ten erschei­nen­de Quel­le ver­wen­det. Jeg­li­che Wer­te soll­ten jedoch kri­tisch betrach­tet werden.
*** Dr. Paul­sen weißt in Ihrer Arbeit sel­ber dar­auf hin, dass davon aus­ge­gan­gen wer­den müs­se, ihr wür­den für die medi­zi­ni­sche Arbeit von der rus­si­schen Regie­rung Kran­ken­ge­schich­ten und Pati­en­ten “beson­ders inter­es­san­ter Fäl­le” über­las­sen wor­den sein. Außer­dem fehlt der Stu­die eine “Kon­troll­grup­pe”, ohne die kei­ne ernst­zu­neh­men­den Aus­sa­gen mög­lich sind.
[1] Wiki­pe­dia über die Bezeich­nung “GAU”
[2] Geschlos­se­ne Städ­te, Wikipedia
[3] Arti­kel über die Men­schen­rechts­pro­ble­ma­tik in heu­ti­gen geschlos­se­nen Städ­ten (engl.)
[4] Die Kern­tech­ni­sche Anla­ge Majak, electro.de (toter Link)
[5] Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen über die kern­tech­ni­sche Anla­ge in Majak, Wikipedia
[6] “Die Unfäl­le von Majak”, Uni­ver­si­tät Olden­burg, Deutsch­land (toter Link)
[7] globalsecurity.org
[8] Stu­die zu Gesund­heits­fol­gen in der Regi­on Maják (pdf)
[9] Wiki­pe­dia über die Bedeu­tung des Wor­tes “Hava­rie”
[10] “Schlim­mer als Tscher­no­byl”, Ber­li­ner Morgenpost
[11] der Karatschai-​See, Wikipedia
[12] über die Strah­len­krank­heit, Wikipedia
[13] Kata­stro­phe von Tscher­no­byl, Wikipedia
[14] Inter­na­tio­na­le Bewer­tungs­ska­la für nuklea­re Ereig­nis­se, Wikipedia
[15] Kri­tik und Bewer­tung der INES-​Skala, Wikipedia
[16] Erschwer­nis­se beim zwei­ten Tschernobyl-​Sarkophag, 3sat.online
[17] Schnel­le Brü­ter und Brut­re­ak­to­ren, Wikipedia
[18] Radio­ak­ti­vi­tät, Wikipedia
[19] Lis­te von Unfäl­len in kern­tech­ni­schen Anla­gen, Wikipedia
[20] Schlim­mer als Tscher­no­byl, Mey­ers Lexi­kon online
[21] Kern­tech­ni­sche Anla­ge Majak, Wikipedia

Nachtrag

Die­ser Arti­kel wur­de am 25.07.2013 in mei­nem Buch “Ano­ma­li­en im Gesund­heits­we­sen - Ange­le­gen­hei­ten aus der Ers­ten Hil­fe und Medi­zin” publi­ziert.

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