als wie Bastian Sick

Von in wien

Deutsch­kurs im Audi­to­ri­um Maxi­mum, kabarettistisch-​unterhaltsam dar­ge­bracht, grat­wan­dernd zwi­schen Sprach­kul­tur­pfle­ge, Gram­ma­tik­un­ter­wei­sung und Klug­schei­ße­rei. Als wie Bas­ti­an Sick.

Den Mut möch­te ich besit­zen, mit einem Kaba­rett­pro­gramm über die deut­sche Gram­ma­tik auf Tour­nee zu gehen. Was sich wie ein allein­un­ter­hal­tungs­künst­le­ri­scher Selbst­mord anhört, ent­pupp­te sich als äußerst amü­san­tes, zwei Stun­den dau­ern­des Enter­tain­ment mit einer Pri­se Pein­lich­keit - im zur Sahel­zo­ne kli­ma­ti­sier­ten Audi­max der Uni­ver­si­tät Wien.

Dass aber ein sol­cher Sprach-​Pedant am Anfang sei­nes Pro­gramms gleich zwei­mal in die “als wie”-Falle tapp­te, hät­te mir fast den Abend ver­saut. Und ich weiß noch gar nicht, ob der Tat­sa­che, dass Sick so ohne mit der Wim­per zu zucken in den “als wie”-Fettnapf trat, oder weil sich im gesam­ten Audi­to­ri­um kei­ner dar­über beschwer­te (es gab nicht ein­mal ein Tuscheln im Publi­kum). Da kann ich nur eines sagen: Ich kann aber viel viel bes­ser Deutsch, als wie der Sick! (Trotz­dem wer­de ich damit vor­aus­sicht­lich nicht auf Tour­nee gehen).

Die Stu­pi­de­dia über “als wie”
Des Spie­gels Zwie­bel­fisch (dort, “wo” der Sick schreibt).

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