abgekackt

Von in gesundheit, wien

Die Fotografie zeigt einen mit Hundekot übersäten Parkbereich in der Wiener Innenstadt.

Wien hat abge­kackt

Erst­mals in der Geschich­te der Mensch­heit ist das, was in den Men­schen hin­ein­ge­langt, schlim­mer als das, was spä­ter wie­der her­aus­kommt.

Otto über die Mc Donalds Restau­ra­ti­ons­be­trie­be

Dar­aus lässt sich aber nicht schlie­ßen, dass Kopro­pha­gie unser Ernäh­rungs­pro­blem lösen könn­te.

Apro­pos lösen. Es wäre an der Zeit, unser Hun­de­kot­pro­blem in der Stadt ernst­haft in Angriff zu neh­men. Zwar lösen sich die Hau­fen mit der Zeit auf, da aber mit hef­tigs­ter Hef­tig­keit nach­ge­kackt wird, ist von der Pla­ge ein Ende nicht in Sicht.

Wien hat abge­kackt. Und jeder darf dar­an teil­ha­ben. Optisch, olfak­to­risch, gesund­heit­lich. Auf Schritt und Tritt.

Die Initia­ti­ve Eltern gegen Hun­de­kot nennt die “Sackerl­me­tho­de” eine “Kul­tur­tech­nik”. Wiki­pe­dia schreibt zur Tech­nik der Kul­ti­vie­rung: “Als Kul­ti­vie­rung bezeich­net man im bio­lo­gi­schem Sin­ne die Schaf­fung und Auf­recht­erhal­tung von Bedin­gun­gen, die ein opti­ma­les Wachs­tum von bestimm­ten Orga­nis­men gewähr­leis­ten.” Trotz der Son­der­stel­lung des Men­schen in der Natur kann man davon aus­ge­hen, dass Ver­hal­tens­wei­sen, die ein opti­ma­les Wachs­tum unse­rer Spe­zi­es ableh­nen, beson­de­ren Umgang erfor­dern.
Die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (erkennt immer­hin bereits 1960 das Pro­blem) schreibt im § 92, Abs. 3:

Per­so­nen, die den Vor­schrif­ten der vor­her­ge­hen­den Absät­ze zuwi­der­han­deln, kön­nen, abge­se­hen von den Straf­fol­gen, zur Ent­fer­nung, Rei­ni­gung oder zur Kos­ten­tra­gung für die Ent­fer­nung oder Rei­ni­gung ver­hal­ten wer­den.

Der Wie­ner Land­tag meint im Wie­ner Tier­hal­te­ge­setz:

Wer ein Tier nicht so hält oder ver­wahrt, dass Men­schen nicht gefähr­det, Men­schen, die nicht im sel­ben Haus­halt leben, nicht unzu­mut­bar beläs­tigt und frem­de Sachen nicht beschä­digt wer­den (§ 13, Abs. 2), begeht eine Ver­wal­tungs­über­tre­tung und ist mit Geld­stra­fe bis zu 14 000 Euro zu bestra­fen.

Nicht nicht nicht zu ver­ges­sen:

Der Ver­such [des Abka­ckens, Anm.] ist straf­bar.

Impli­ziert eigent­lich die Aus­sa­ge, man hat doch eh Hun­de­steu­er gezahlt, dann dür­fe das Wau­zi auch aufs Trot­toir schei­ßen, dass man, wenn man eh die Wurscht­sem­mel bezahlt hat, die Ver­käu­fe­rin im bil­li­gen Laden anspu­cken dür­fe? (Well, der Fri­sche­grad bei­der Pro­duk­te wird zwei­te­res eher recht­fer­ti­gen…).

Shit hap­pens under my boots. Schrei­ben Sie mir, wie sehr Sie die Hund­s­trüm­merl­si­tua­ti­on zum Kot­zen fin­den, oder war­um gera­de Sie sich bei Ihrem Hun­derl nix schei­ßen.

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